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IN KÜRZE
Heute
Yoga-Lehrerin, Ernährungsberaterin und Style-Beraterin
2019
Rishikesh Yogis Yogshala, Sushant Pandey, München, 300 Stunden Yoga Teacher Training in Hatha, Vinyasa und Meditation, zertifiziert durch Yoga Alliance®
2018
Sampoorna Yoga, Goa, Indien, 200 Stunden Yoga Teacher Training in Ashtanga-Vinyasa Flow Yoga, zertifiziert durch Yoga Alliance®
2017
Zentrum für Naturheilkunde, Claudia Hitzlsperger, München, Ernährungstherapie
2015/2016
Zentrum für Naturheilkunde, Claudia Hitzlsperger, München, Ernährungsberatung, EBM-Coach®
1992-1995
Fashion Institute of Technology, New York, USA, Studium als Modedesignerin und Betriebswirtin im Mode-Bereich
ERFAHRUNGSJAHRE
Ich bin ein Kind der 70iger. Ich wuchs im Wohlstand der 80iger Jahre in einer angenehmen Umgebung auf dem Lande auf. Es gab alles im Überfluss. Essen und Konsumieren, was das Herz begehrte, war eine absolute Selbstverständlichkeit. Wenn man sich zu dick fühlte, machte man eben die „Brigitte-Diät“.
Die Konsum-Dekadenz erreichte für mich seinen Höhepunkt, als ich als 20 Jährige für 5 Jahre nach New York City ging.
Ich studierte Modebusiness und Modedesign. Es gab eine Fashion Party nach der anderen, Champagner und diverse andere „coole Cocktails“ flossen täglich in Strömen. Ich war nächtelang unterwegs, in tollen Lokalen beim Essen. Ich rauchte wie ein Schlot und genoss mein Leben in vollsten Zügen – dachte ich zumindest.
Vom Leben berauscht
ERKENNTNISJAHRE
Wie ich zurück nach München kam, begann ich für ein international sehr renommiertes Modelabel zu arbeiten. Nach anfänglicher Begeisterung fand ich die „Fashion People“ hier in Europa sehr affektiert und oberflächlich. Lag das an Europa, oder hatte ich mich verändert?
Auch die Affinität zur Mode schwand. Ich fand es eigentlich nur noch langweilig, wie die neuen Kollektionen eintrafen, wie sie „auf Teufel komm raus“ an die Frau gebracht werden mussten, und, wie das Unverkaufte zurück nach Paris ging.
Auch fühlte ich mich nicht mehr so vital wie ich es bisher kannte, sondern oft müde und angeschlagen. Ich war unter anderem auch im Verkauf und in der Kundenberatung tätig. Ich arbeitete sehr viel, aß den ganzen Tag eigentlich nur ein Sandwich oder 2 trockene Brezen mit einem Apfel. Dazu rauchte ich mindestens eine Schachtel Zigaretten am Tag. Ich war Ende Zwanzig und gertenschlank. Oft sahen mich meine Kundinnen sehr verzweifelt an, wenn sie versuchten, sich in eine wunderschöne neue Kreation zu zwängen, und der Reißverschluss einfach nicht zugehen wollte: „Wie machen Sie das bloß, dass Sie so schön schlank sind!?“ Ich gab daraufhin stets meine Standartantwort, die für mich damals durchaus Sinn gab, und, bei der viel Wahres dran war: „Ich esse tagsüber nicht so viel, habe einen bewegten Arbeitsplatz und fahre täglich mit dem Fahrrad in die Arbeit und zurück.“
Dennoch gaben mir diese Fragen der Kunden zu denken, vor allem, da oft gesagt wurde, dass die Damen ja nicht viel essen würden, und nur vom Hingucken schon zunehmen würden. Auch meine ständige Müdigkeit beschäftigte und nervte mich zunehmend.
Irgendetwas stimmte nicht mehr!?
Entzaubert
LERNJAHRE
Erste Inspiration erlangte ich durch das Buch von Anita Backhaus „Heilen ohne Spritzen und Pillen“. Trotz erster Ansätze gesunder Ernährungsweise und regelmäßigem Sport und Yoga ging es mir nicht viel besser. Ich arbeitete, wie immer, ständig, und stand ständig unter Strom. Heute weiß ich, dass mich mein Perfektionismus beruflich, als auch privat extrem unter Druck setzte und ich mir gar keine Erhol-Pausen mehr gönnte. Am Schluss war ich nur noch erschöpft, keine Freizeit mehr, nur Arbeit oder ausgepowert daheim auf dem Sofa. Hörsturz mit Tinnitus lautete das Endresultat und ich war zu einer längeren Pause gezwungen.
Während dieser Zeit hatte viel, viel Zeit zum Nachdenken. Ich wollte definitiv etwas an meinem Leben ändern. Zusätzlich zu meinem Yoga fing ich an zu meditieren. Ich lernte außerdem, wie wichtig es ist, all die kleinen schönen Dinge, die ich im Leben habe zu genießen, und nicht mehr den Fokus auf die Sachen zu legen, die ich nicht habe und haben möchte. Dieses positive Denken setzte in mir wieder Energien frei, an die ich nicht mehr geglaubt hatte.
Nach 27 Jahren starken Rauchens legte ich die Glimmstängel ad Acta und habe seit dem nie mehr wieder geraucht. Außerdem machte ich eine Weiterbildung. Als Ausgleich zu dem vielen Sitzen in der Schule, und um der Stoffwechselveränderung der Rauchstopps entgegenzuwirken, fing ich an zu Laufen – mit Begeisterung.
Obwohl ich doch so gesund aß, merkte ich, dass mir viele Lebensmittel nicht mehr gut bekamen. Das ständige Sitzen in der Schule und die stressige Prüfungszeit verschlimmerten dies. Gott sei Dank fing ich nun die Ausbildung zum Ernährungscoach an. Dies zeigte mir, was eigentlich mein Problem war – und – was sehr viele Menschen heutzutage gemeinsam haben. Ständig aufs Neue inspiriert, mit regelmäßigem gesunden Essen, guter Lebensführung, Reduzierung von Stress und einem mäßigen, adäquaten Sportprogramm geht es mir heute wieder sehr gut.
Das Leben füllen
LEHRJAHRE
Ich darf heute meine Erfüllung leben: Mein Job ist abwechslungsreich und nie langweilig. Ich kann meine Kundinnen heute ganzheitlich wahrnehmen und beraten, bin als Stylingberaterin, Ernährungs-, Mental- und Bewegungscoach tätig und gebe Yogaunterricht.
Ich bin sehr dankbar, dass ich nicht ständig im Büro sitzen muss, und, dass mein Leben mir viele unterschiedliche Facetten bietet, in dem all meine Affinitäten und Interessen Raum finden.
Ich lebe ein sehr aktives Leben, der Tag könnte 48 Stunden dauern. Aber im Gegensatz zu früher bin ich sehr glücklich. Mein Leben macht wieder Sinn, und ich liebe es wieder zu leben
Ich möchte Menschen Mut machen, dass mit Geduld, positiver Lebenseinstellung und kleinen Veränderungen an ihrem Lebensstil sehr, sehr viel möglich ist. An dieser Stelle möchte ich mich bei all meinen Lehrern bedanken, die mit viel Geduld und Hingabe Ihr Wissen an uns Schüler weitergegeben haben.
Meine Erfüllung leben
